Pfeilsack und Pfeile
Gaewfric transportiert seine aus Eschenholz gefertigten und mit Gänsefedern befiederten Pfeile in einem leinernen Sack. Einfache Lederköcher waren ebenfalls bekannt, doch der Pfeilsack, der ein Wenig an eine Schultüte erinnert, fasst mehr Pfeile und schützt die enpfindlichen Federn vor Nässe.
Zum Transport kann der Pfeilsack über der Schulter getragen werden, im
Gefecht jedoch wird er am Gürtel befestigt oder die Pfeile werden in den
Gürtel gesteckt, damit man sie schneller ziehen kann. Der beliebte Rückenköcher
ist wohl eher eine Erfindung Hollywoods und historisch nicht belegt.
Die Pfeile haben eine Länge von 80 - 100 cm und sind mit einer eisernen,
geschmiedeten Spitze versehen. Diese sogenannte "Bodkin" Spitze ist nadelartig
geformt und vierkantig. Durch diese Form ist sie in der Lage die vernieteten
Ringe eines Kettenpanzers aufzusprengen und tiefe Wunden zu reissen. In
der Schlacht war weniger der einzelne Direktbeschuss entscheidend, sondern
der massive, ballistische Beschuss, bei dem hunderte von Schützen ihre
Pfeile in schneller Folge in den Himmel jagden. Diese Salven prasselten
dann auf die Formation des Gegners und entwickelten ihre tödliche Energie
in erster Line durch den freien Fall. Stellen Sie sich so einen Pfeil vor,
der aus großer Höhe nach unten fällt. Multiplizieren Sie den Pfeil mit
mehreren Hundert und Sie haben in etwa eine Vorstellung davon, was damals
auf dem Schlachtfeld passierte, bevor die Schlacht wirklich los ging.